22. April 2026

Trainingsweekend 2026 – eifach glunge!

Bericht von Cynthia Steigmeier

Auch dieses Jahr hat das Trainingsweekend für einige bereits etwas früher am Freitag gestartet und es blieb noch Zeit für den traditionellen Frisbee-Parcours auf dem Gelände des Sportzentrums Kerenzerberg. Dass die Frisbees dabei ihren ganz eigenen Kopf hatten, führte zu so manchem unfreiwilligen Abstecher ins Gebüsch – zur Unterhaltung aller Beteiligten. Nach und nach trafen vor dem Abendessen und der ersten Trainingseinheit die restlichen Turnerinnen und Turner ein. Die Vorfreude war spürbar, alle waren bereit für den offiziellen Start des Trainingsweekends.

Oder… fast alle. Denn kaum wollte man loslegen, stellte sich heraus: Das Magnesia fehlte. Kurzerhand wurde das Training der Ringsektion in den Kraftraum verlegt, wo sich bereits die Leichtathletikgruppe tummelte. Dort wurde fleissig ausprobiert – vom Bankdrücken (für die einen ein Kinderspiel, für andere eher ein Kraftakt) bis hin zu kreativen, sagen wir mal „alternativen“ Nutzungsmöglichkeiten der Geräte. Trainiert wurde auch in den anderen Disziplinen mit vollem Einsatz bis 22:00 Uhr. Während die einen danach direkt den Weg Richtung Dusche und Bett einschlugen, liessen andere den Abend noch gemütlich ausklingen.

Nach dem gemeinsamen Frühstück und Aufwärmen in der Turnhalle, ging es am Samstagmorgen in den verschiedenen Disziplinen weiter. Die Leichtathletinnen und -athleten hatten Glück mit dem Wetter und es konnte bei Sonnenschein und angenehmen Tshirt-Temperaturen draussen trainiert werden.

Auch in den Turnhallen konnte fleissig an den Choreografien gefeilt werden: Im Aerobic kämpfte man sich zunächst durch die Tücken des Jumpstyles, doch am Ende war man sich einig: „Es isch doch no en lässige Teil“. Die Ringturnerinnen und -turner konnten nun – dank endlich eingetroffenem Magnesia – ebenfalls richtig loslegen. Am Barren und Stufenbarren liessen die ersten Blasen und blauen Flecken nicht lange auf sich warten. Und wer dachte, vom Trampolin in den Barren zu springen sei einfach, wurde schnell eines Besseren belehrt. Für zusätzliche Ablenkung sorgten kleine „ameisige“ Besucher bei den Taschen der Stufenbarrenturnerinnen.

Nach dem Mittagessen gab es ein Programm für alle. Die anfängliche Begeisterung war noch etwas begrenzt, als es sich dabei um Stafetten handeln sollte. Nach einigen Minuten sah es dann schon anders aus und der Ehrgeiz in den Gruppen war geweckt. Regeln wurden kreativ ausgelegt – natürlich nur im Sinne des Teamerfolgs.

Für die Leichtathletinnen und -athleten gab es anschliessend eine spannende Ergänzung zum normalen Training: eine Einführung ins Bobfahren. Was anfangs noch etwas holprig wirkte, sah nach wenigen Versuchen erstaunlich professionell aus.

Am späteren Nachmittag präsentierten die Sektionen ihre einstudierten Choreografien. Während einige noch problemlos mitturnen konnten, machten sich bei anderen genau im falschen Moment Blasen bemerkbar: beim Einturnen. Improvisationstalent war also gefragt, was zum Glück reichlich vorhanden ist.

Schon bald war es Zeit fürs Abendessen. Um 20:15 Uhr ging es in der Turnhalle weiter und es wurde ein Volleyball aufgestellt. Bei guter Stimmung wurde in gemischten Gruppen meist erfolgreich Volleyball gespielt. Diese Abwechslung hat uns allen gut getan! Während die einen noch etwas länger in der Halle verweilten, widmeten sich andere bereits einigen Gesellschaftsspielen.

Der Sonntagmorgen zeigte dann seine Wirkung: müde Gesichter und schwere Muskeln waren keine Seltenheit. Beim Frühstück wurden die besten Geschichten vom Vorabend ausgetauscht – inklusive der kuriosen Begegnung mit einem anderen Verein, der kurzerhand ein Bett im Gang aufstellte.

Das gemeinsame Aufwärmen meisterten die meisten noch souverän, doch im Training machte sich der Muskelkater deutlich bemerkbar. Beim Pendelstafetten Training wurde mehr geklagt als noch am Tag davor. Die Energie kam dennoch zurück als von einem anderen Verein gehört wurde «So, jetzt verzell ich eu no chli öpis meh über s Sprinte», denn wir wollten lieber trainieren als einem Vortrag zuhören. In der Barrensektion wurden klare Grenzen definiert, wann man alt genug ist, um nicht alles bei jedem Durchgang zu turnen – zur Freude der einen und zum Leid der Jungen. Draussen konnten noch eine neue Disziplin probiert werden und einige versuchten sich am Speerwerfen. Fazit: Sieht einfacher aus als es ist.

Nach dem Mittagessen versuchten viele, mit einem wohlverdienten Glace die letzten Energiereserven zu aktivieren. Trotz zunehmend schlechterem Wetter hielten die Obfelder als letzte auf der Aussenanlage durch, während sich andere Vereine bereits zurückgezogen hatten. Erst als Gewitter aufzogen, wurde nach drinnen gewechselt. Dort gab es eine Runde Rundlauf, während die Sektionen in den Hallen sich noch durch die letzten Übungen und Durchgänge gekämpft haben. Es wurde noch an Synchronität und Details gefeilt, dennoch fiel immer öfter der Satz: „Das luegemer denn glaub gschiider mal imene Training z’Obfelde a.“

Zügig wurden die Matten geputzt und die Hallen leergeräumt. Als alles verstaut war, ging dieses gemeinsame Wochenende zu Ende. Erschöpft, aber zufrieden, machten wir uns auf den Heimweg. Eines ist klar: Wir haben Fortschritte gemacht und freuen uns darauf, euch beim Showturnen am 29. Mai zu zeigen, wo wir stehen!

Vielen Dank an die Leiter und Leiterinnen für ihren unermüdlichen Einsatz!

Weitere Bilder folgen am Wochenende 😉