Die vierten 25 Jahre 1957 – 1981

Albisverbandsturnfest in Obfelden 1971
Eine turbulente, hektische Zeit war das vierte Vierteljahrhundert. Nicht nur für die Turner, sondern auch für unser Dorf mit seiner rasanten baulichen Entwicklung. Im Jahre 1958 konnte die zweite Schulanlage im Kirchfeld mit Sing- und Gemeindesaal eingeweiht werden, wodurch die Gemeindevereine die lang ersehnte Möglichkeit erhielten, mit Abendunterhaltungen ihren Passivmitgliedern zu danken. Als erste Folge der eingesetzten Bautätigkeit war es zwingend, eine Bauordnung mit Zonenplan aufzustellen, die jedoch in ihren Anfängen den öffentlichen Bauten und Anlagen, bzw. deren Landbedarfsabsicherung und Ausscheidung im Zonenplan nicht Rechnung trug. So passierte es, dass praktisch das ganze Eisfeld in eine hochgeschossige Bauzone verwandelt wurde und dadurch der Bodenspekulation offen stand. Durch eine Initiative aus dem Turnverein wurde der aufgeschlossenen Bevölkerung bald klar, dass diese grüne, ebene Wiese für die Vereine und die Schulsportentwicklung gesichert werden müsse, da nirgendwo eine Alternative dazu bestand. Der grösste Teil des durch eine Sportplatzkommission umrissenen zukünftigen Landbedarfs konnte gesichert werden. Mit ca. 900 Frondienststunden und Materiallieferungen durch die Gemeinde konnte dieses ehemalige Eisfeld als provisorisch hergerichteter Sportplatz während der Übernahme des 33. Albisverbandsturnfest im Jahre 1971 eingeweiht werden. Seither haben unzählige kleinere und grössere Anlässe buntes, farbenfrohes Leben gebracht. Verbandsspiel- und Stafettentage in den Jahren 1972/1975/ 1980/1991, Kant. Jugitage 1973/1976/1995, Dorf-Fussballturniere, Faustball, Korbball, Volleyball, Spiele, Wettkämpfe, Hornussen, Kant. Schwingertage usw. Auch der Kantonales Turnfest 1957 in Horgen Rasen wurde ursprünglich von den Turnern gepflegt und geschnitten. Als in der Folge im Rahmen einer Grossüberbauung für den Schulkomplex der SSIV die Hand nach dieser Fläche ausstreckte und durch ein Dorffest bei der Bevölkerung Goodwill hervorzurufen versuchte, wurde mit einer nächtlichen Blitzattacke der Turner dem Gemeinderat die Zügel aus der Hand genommen. Damit wurde eine neue Phase eingeleitet, die dazu führte, dass sowohl das Areal und als auch die SSIV-Schulungsgebäude wieder zurückgekauft werden konnten. Aus der Konsequenz dieser Ideallösung musste sich der Bau einer Turnhalle im Hang zum Sportplatz geradezu aufdrängen. Er entspricht der Sportplatzplanung von 1973. Bereits im Jahre 1956 haben die Turner mit Frondienst und Totogeld die Scheinwerferbeleuchtung der Spielwiese bei der Turnhalle Kirchfeld möglich gemacht. Aber auch die korrekte Beleuchtung der Aussenanlagen beim Schulhaus Schlossächer 1975 wurden mit 3000.– Franken vom Toto und 7000.– Franken aus der Turnvereinskasse in die Tat umgesetzt. Die Feuer zu den 1. Augustfeiern wurden durch die Turner erstellt und seit 1972 organisiert der TV im Advent die Samichläuse auf Bestellung. Durch Beiträge in den «Impuls» wird das turnerische Geschehen in jede Familie hinausgetragen. Finanziell hatte sich die Lage durch die neuen Organisationsmöglichkeiten und das fleissige Streben seit Berichtperiode von 3000.– Franken auf ein Vereinsvermögen von 32’933 Franken per Ende 1980 gewaltig verbessert, obwohl teilweise auch mit grosser Kelle ausgegeben wurde. In Sachen Turnfestbesuch richtete sich der Turnbetrieb auf 11 Verbandsturnfeste, 6 Kantonale und 5 Eidgenössische Turnfeste, (1959 Basel, 1963 Luzern, 1967 Bern, 1972 Aarau und 1978 Genf) hinzu kamen erstmals die Teilnahmen ausserhalb des normalen Festturnus in Zweisimmen 1980 und als Höhepunkt das Österreichische Bundesturnfest in Salzburg vom 16.–18. Juli 1976. Neben dem zur Tradition gewordenen Vereinswaldlauf und den jährlichen Ski- und Wanderturnfahrten ist der Nacht-Orientierungslauf hinzugekommen und die Organisation des Verbands-OL 1969. Eine weitere Neuerung brachte die erste Turnfahrt 1974: 2 Tage Elsass. Wir hoffen, dass die Turner damals die bekannte Weinstrasse nicht verfehlt haben.

Gründung der Faustballgruppe (heute: Ball Sport Club)
Im gleichen Jahr wurde die Faustballgruppe gegründet, die sich unter der technischen Leitung von Marcel Hürlimann bereits einen guten Namen erkämpft hat. 1971 ist der militärische Vorunterrichtskurs aufgehoben und durch den ganzjährigen Turnbetrieb «Jugend und Sport» abgelöst worden. Diese Umstellung brachte einerseits den grossen Vorteil, dass Burschen und Mädchen ab dem Jugendriegealter bis zum Eintritt in die Damenriege oder den Turnverein, sich konstant der Turnerei zuwenden können, anderseits ist für den Verein die Leiter und Kadertätigkeit noch breiter und anspruchsvoller geworden.

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