29. Januar 2026

Skiturnfahrt 2026 – Achtung rutschig!

Bericht von Simon Meili

Vom 09.01.26 bis 11.01.26 reisten 16 Turnerinnen und Turner des TV Obfelden gemeinsam nach Arosa zur jährlichen Skiturnfahrt. Viel Neuschnee, rasante Abfahrten und ausgelassene Gespräche in den Bars machten das Wochenende erneut unvergesslich.

Am zweiten Wochenende des neuen Jahres war es wieder so weit: Die Skiturnfahrt stand an, dieses Mal in einer ganz neuen Gruppenkonstellation, denn erstmals waren mehr Frauen als Männer dabei. Am Freitagabend startete die Reise. Die 16 Teilnehmenden samt Ski und Gepäck mussten in vier Fahrzeuge verteilt werden, was bereits für die erste Herausforderung sorgte. Es folgte eine kuschelig enge, zweistündige Autofahrt nach Arosa. In der Unterkunft angekommen, wurde uns schnell bewusst: «Achtung, es isch den rutschig.» Kurz darauf folgte der erste Schreckmoment: Die Kosten für die Unterkunft mussten direkt vor Ort bezahlt werden, doch wer hat spontan genug Bargeld für 16 Personen à zwei Übernachtungen inklusive Frühstück dabei? Nach kurzer Panik konnte der Betrag organisiert werden. Mit den wenig einschüchternden Worten des Besitzers: «Der Nachtportier kommt zweimal, danach weckt er mich und ihr fliegt raus.», konnte der Abend beginnen. Einige Turner*innen standen zusätzlich unter Zeitdruck, denn der Dönerladen schliesse angeblich um 22:00 Uhr und es war bereits 21:55 Uhr. Gesättigt liess die Gruppe den Abend gemütlich in einer Bar ausklingen.

Am Samstag ging es früh aus den Federn. Um 08:00 Uhr wurde gefrühstückt, damit man möglichst schnell auf die Piste konnte. Die Wetteraussichten standen allerdings nicht so gut, es sollte den ganzen Tag schneien. Dies hielt aber niemanden davon ab, die Pisten unsicher zu machen, denn immerhin bedeutet schlechtes Wetter auch wenig Leute. Der Vormittag wurde durchgefahren, unterbrochen nur von «irgendwelchi Pikte, wo im Schnee mit kurze Hose de Berg ufesecklet» und einer sehr verärgerten Dame, die wenig begeistert war, dass fast alle 16 Turner*innen zu früh beim Bügellift abstiegen. Pünktlich um 12:00 Uhr meldete sich der Hunger und damit die Erkenntnis, dass kein Restaurant reserviert worden war. Die Suche nach einer Beiz mit genügend Platz gestaltete sich als schwierig, doch das Gipfelrestaurant am höchsten Punkt hatte Erbarmen und liess die Gruppe hinein. Da keine Wetterbesserung in Sicht war, blieb man nach dem Essen gleich sitzen.

Quizfrage: Mit welchen Schuhen rutscht man am Meisten? Kleiner Tipp: Die Schlarpen sind es nicht…

Nach einem Zwischenstopp in der Kuh-Bar ging es zurück zur Unterkunft. Frisch geduscht machte wir uns auf ins Dorf, um den Abend zu geniessen. Doch das altbekannte Problem tauchte erneut auf: Welches Restaurant hat Platz für 16 Personen ohne Reservation? Antwort: keines. Also teilte sich die Gruppe auf während die eine Hälfte essen ging, traf sich die andere zu einem gemütlichen Getränk. Später wurden die Rollen getauscht.

Der Blick aus dem Fenster am Sonntagmorgen zeigte dasselbe Wetter wie am Vortag. Viele entschieden sich daher, direkt die Heimreise anzutreten. Allerdings herrschte auf der Strasse Schneekettenpflicht, doch nur zwei von vier Autos hatten welche dabei. So musste man notfallmässig noch Schneeketten auftreiben um nach Hause zu kommen. Währenddessen wagten sich eine Gruppe nochmals auf die Piste. Ihr Ziel: Ein perfektes Foto bei Traumverhältnissen, um die früh Abgereisten ein wenig neidisch zu machen. Und tatsächlich: Nach dem Mittagessen riss die Wolkendecke auf und einige sonnige Stunden konnten noch genossen werden.

Blauer Himmel über der Autobahn vs.
blauer Himmel über der Skipiste.

Schliesslich ging auch für die letzten Teilnehmenden die Skiturnfahrt zu Ende. Auf dem Heimweg hörte man ein letztes Mal: «Achtung, es isch den rutschig», bevor es endgültig zurück ins Tal ging.

Vielen Dank an Colin für die Organisation!