16. Juli 2024

Kantonalturnfest Schwyz in Einsiedeln – oder auch Schlammschlacht 2.0

Knapp drei Monate ist es her, als wir im T-Shirt das warme Wetter in Filzbach genossen haben. Im schönsten Wetter haben wir trainiert für die Sommerwettkämpfe… die nun offiziell beide im Regen versanken. Trotzdem hatten wir natürlich unseren Spass – und das Team Aerobic sorgte mit einer 9.017 für die erste 9 und somit beste Note, die wir in dieser Disziplin je geschafft haben!

Los ging das Wochenende sehr gemütlich, um 11 Uhr mit dem Postauto ab Obfelden in Richtung Einsiedeln. Auf dem Zeltplatz angekommen hiess es schnell Zelte aufstellen – für die Schnellen reichte es gerade noch vor dem einsetzenden Regen. Dann konnten wir nur noch hoffen, dass die Zelte wasserdicht waren, wobei so nahe beim Kloster ein paar Stossgebete eventuell auch geholfen hätten. Nach dem obligaten Gruppenfoto („alli abzieh!“) suchten sich alle ein trockenes Plätzchen entweder im Verpflegungszelt, oder bereits in der Turnhalle.

Los ging es draussen mit der Pendelstafette. Inzwischen war der Regen stärker geworden und dementsprechend waren alle nass. Es hätte wohl jemand dem Richter erklären sollen, dass man den Startschuss erst abgibt, wenn alle bereit sind. Doch mit etwas Diskutieren liess sich das zum Glück klären und wir holten eine 8.72.

In der Halle war es trocken, dafür war das Schaukelringgerüst scheinbar nicht ganz so fest wie es eigentlich sollte, es wackelte stark und die Füsse waren teilweise in der Luft. Doch da war ja noch eine offene Rechnung mit den Barrenturnern vom letzten Mal. Das Ziel war klar, man wollte etwas höher vorlegen und so die anderen anstacheln. Mit einem sauberen Durchgang gelang das auch, und wir waren mit der erreichten 9.39 zufrieden.

Auch die Damen vom Fachtest durften kurz nach drei zeigen, was sie konnten. Der Fachtest – an diesem Turnfest auch unter Schlammschlacht bekannt – war sehr lustig und rutschig. Die vielen Trainings im Regen daheim halfen auf der rutschigen Anlage in Einsiedeln aber leider auch nicht mehr weiter und so wurde das Notenziel leider nicht erreicht.

Da helfen auch die Stollen nicht mehr viel

Beim Schleuderball ging es ebenfalls rutschig zu und her. Trotzdem schaffte Sandy eine 10.00 und auch der Rest der Leichtathleten erreichte gute Leistungen, was am Schluss zu einer 8.60 reichte.

Gleichzeitig ging es drinnen weiter mit dem Stufenbarren. Beim Aufstellen der Barren musste etwas geschummelt werden, da die Barren etwas höher waren als unsere daheim. Trotz der kurzfristigen Umstellung zeigten die Frauen eine schöne Vorführung und waren mit der erreichten 8.79 zufrieden.

Der letzte Block startete mit Team Aerobic. Die Vorbereitung lief nicht gerade optimal – so gab es nicht genügend Platz im Trockenen, um die Choreo noch einmal durchzumachen, und der Matsch draussen war nicht wirklich eine Option. In einer Ecke des Vorführzeltes wurde dann etwas aufgewärmt und nochmals einzelne Choreo-elemente durchgetanzt, um die eigenen Nerven zu beruhigen. Kalt war es im Zelt aber trotzdem und es brauchte dementsprechend einiges an Überwindung, die Jacke auszuziehen vor dem Auftritt. Aber kalte Hände hin oder her, um 18:00 ging es los. Die tolle Übung entlockte den Wertungsrichtern eine 9.017 – die beste Note und erste 9 in der Geschichte unseres Team Aerobics! Dementsprechend stolz waren die Frauen auch über ihre Leistung – zu Recht!

Während die Zuschauenden vom Team Aerobic Zelt zum Barren rannten, um beide Vorführungen zu sehen, hatten die Leichtathleten noch das Kugelstossen vor sich. Auch hier war die Wiese in eher schlechtem Zustand und so stellte sich die Frage, war nun das Kugelstossen oder das Ausgraben der Kugel schwieriger? Doch trotz den Bedingungen lief es soweit gut und wir holten uns eine 8.26.

Wie beim letzten Turnfest machte auch dieses Mal der Barren den Abschluss. Nach dem Aufwärmen und der obligatorischen Motivationsrede von Martin ging es los. Die 9.39 der Schaukelringe galt es zu schlagen. Das war definitiv möglich für die Turner, doch es war ein sauberer Durchgang nötig. Leider schlichen sich ein paar Übungsfehler ein und so reichte es am Ende „nur“ zu einer – immer noch sehr guten – 9.29. Doch fast noch schöner als die gute Note war der Blick nach draussen – endlich hatte es aufgehört zu regnen!

Gratulation zur erreichten 9.01!

So konnten wir im Trockenen zum Abendessen spazieren. Um die Pause zwischen den Bands zu überbrücken, durfte natürlich unser Pferderennen nicht fehlen. Danach ging es los und wir genossen die Stimmung im Festzelt und den zwei Barzelten. Mit spontanen Polonaisen und teilweise fragwürdigen Liedtexten wurde in die Nacht hineingefeiert. Am nächsten Morgen hiess es dann Zelte einpacken und ab nach Hause – trotz dem vielen Regen und Schlamm war es ein lustiges und erfolgreiches Wochenende.

Wir können auf eine schöne, wenn auch schlammige Saison zurückblicken und freuen uns darauf, nach den Sommerferien mit dem Training fürs Chränzli zu starten.

Die Resultate im Überblick:
– Fachtest: 6.94
– Schaukelring: 9.39
– Pendelstafette: 8.72
– Stufenbarren: 8.79
– Schleuderball: 8.60
– Team Aerobic: 9.01
– Barren: 9.29
– Kugelstossen: 8.26
Damit erreichten wir den 6. Platz von 14 Vereinen in der 2. Stärkeklasse mit 26.31.

Bericht von Noel Bläuer, Kira Stettler, Marina Hagenbuch, Lina Blaser, Simon Meili, Tanja Bleuler