1. März 2024

Fantastische Teamleistung und Sieg in Sins!

Zum zweiten Mal nahm der Turnverein Obfelden an der Unihockey-Night in Sins teil. Nach dem schlechten Abschneiden im letzten Jahr wollte man sich rehabilitieren und natürlich auch steigern. Mit im Vergleich zum Vorjahr nur einem Team, hatte man deutlich mehr konditionelle Reserven und konnte während des gesamten Turniers aus dem Vollen schöpfen.
Gespielt wurde in zwei 4er und einer 5er Gruppe jeweils 10 Minuten.

Da man mit genügend Zeitreserven ans Turnier angereist war, konnte man sich sowohl in sportlicher Hinsicht als auch an der Bar perfekt aufwärmen. Die Mannschaft, zu Beginn des Turniers noch nicht vollständig, begann bereits im ersten Spiel mit viel Tempo und agierte für Obfelder Verhältnis gewohnt kämpferisch. Trotz nicht klar erkennbaren Systems, konnten man sich einige gute Torchancen erarbeiten. Es wurde gerackert und gerannt was das Zeug hielt und kurz nach der Hälfte der Spielzeit fiel das erste Tor. Aufgeputscht vom ersten Torerfolg fiel dann nach Kürze auch der zweite und gleichzeitig siegsichernde Treffer durch Matthias Lehmann. Somit hatte unser Team bereits nach dem ersten (!) Match gleich viele Siege auf dem Konto wie im Vorjahr! Zeit für eine Pause und ein Bier…
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Als man mitten in der Analyse stand, schepperte und knallte es urplötzlich. Nach einem Rencontre zweier Spieler in der Nähe der Fensterscheiben, fiel ein Klappfenster gegen innen ins Spielfeld! Das Fenster hatte sich aufgrund der Erschütterung durch die Spieler an der Scheibe gelöst. Während die eine Scheibe des Doppelfensters in die Brüche ging, blieb das zweite heil. Die Fortsetzung des Turniers war somit nicht gefährdet. Trotzdem musste die Partie für mehrere Minuten unterbrochen werden, da ein Bereich des Feldes mit Splittern regelrecht übersäht war. Glück im Unglück: Verletzt wurde niemand.

Spiel Zwei wurde ein echtes Highlight. Die Mannschaft zeigte sich in toller Form und gewann souverän 4:0. Nach wenigen Minuten fielen die ersten Tore und die Partie war dadurch in sichere Bahnen gelenkt. Torhüter Cyrill Gerber zeigte eine gute Leistung und durfte verdient seinen zweiten Shoutout feiern. Das Resultat hätte sogar noch deutlicher ausfallen können. Ein herrlicher Freistoss von Roger Vögtle flog mit unglaublicher Geschwindigkeit… an die Latte. Manuel Bulliard hatte dem gegnerischen Torhüter geschickt die Sicht verdeckt. Die ganze Szene spielte sich in einem solchen Tempo ab, dass sogar der Schiedsrichter auf Tor entschied. Doch nach einigen klärenden Worten von beiden Teams wurde der Treffer annulliert und das Bully dem Gegner geschenkt. Gratulation für die faire Geste!
Die Stimmung im Team hätte zu dieser Zeit nicht besser sein können. Unterstützt durch den verletzten Mirco Kurt und Lukas Felder, sowie später auch noch René Etterlin, die als Zuschauer an das Turnier gekommen waren, wurde auf den erneuten Sieg angestossen. Auch der Hunger hatte sich mittlerweile gemeldet und so verbrachte man die zweite Spielpause in der Spaghetteria im unteren Stock. Man konnte Kohlenhydrate und anderes tanken und sich auf das Spitzenspiel vorbereiten. Denn: Der letzte Gegner war klar die stärkste Mannschaft in unserer Gruppe.

Mit einer klaren Feldaufteilung und teils hervorragender Technik bildete das Team Silowage Kappel eine starke Einheit. Erschwerend kam hinzu, dass sie über einige teils bullige Spieler verfügten und dadurch eine stabile Verteidigung besassen.
Wie fast immer zu Spielbeginn führte Davide Anderegg das Bully aus und gewann es (was doch tatsächlich das eine oder andere Mal beinahe zu einem Eigentor geführt hätte). Das Spiel war hektisch und geprägt von viel Körpereinsatz. Bald machte sich die Übersicht des Gegners bemerkbar und man musste das erste Gegentor hinnehmen. Zu oft kam man einen Schritt zu spät und liess sich überrumpeln und so viel auch das zweite Gegentor. Verbissen wurde jedoch weiter gerannt und nicht aufgegeben. Man wollte das Glück auf die eigene Seite zwingen. Und tatsächlich schoss Davide Anderegg nach einer schönen Einzelleistung den Anschlusstreffer. Er traf von der linken Seite ins rechte hohe Toreck. Erneut war das gesamte Team von Adrenalin aufgeputscht und man wollte unter allen Umständen die Niederlage abwenden. Doch es kam, was kommen musste. Eine Unkonzentriertheit jagte die nächste und so fand der Ball den Weg zum 3:1 ins Tor. Das letzte Gruppenspiel war verloren.

Wiederum versammelte man sich an Bar. Diesmal zum Frustbier…

Der Frust verflog allerdings schnell, als man sich als Gruppenzweiter gute Hoffnungen auf ein Weiterkommen machen durfte. Nach einer etwas längeren Pause stand die Viertelfinalpartie auf dem Programm. Der Gegner hatte mehr Tore und mehr Punkte aus seinen Partien geholt als unser Team. Schlechte Vorzeichen also. Doch erneut konnte man eine gute Leistung abrufen. Die Partie wurde 2:0 gewonnen. Für die Tore verantwortlich zeigten sich diesmal Daniel Etterlin und Lukas Häberling. Man stand auf einmal im Halbfinale. Nach der Leistung vom Vorjahr eine beachtliche Leistungssteigerung! Es galt Ruhe zu bewahren, da nun ein sehr aggressiver Gegner aufwartete.

Gestärkt durch eine erneute Runde Bier, aber sichtlich nervöser als zuvor, startete man in die Partie. Den Kopf noch nicht richtig bei der Sache, hatte man einige Male Glück nicht in Rückstand geraten zu sein. Cyrill Gerber hielt stark. Und dann trumpfte man auf. Innert wenigen Minuten gelang ein herrlicher Doppelschlag und es hiess 2:0 für Obfelden! „Hopp Obfälde!“ hörte man es aus den eigenen Reihen aufs Spielfeld rufen. Doch man musste zittern. Auch der Gegner bewies Kampfgeist und schoss den Anschluss. Das Team wankte, fiel aber nicht. Patrick Geissbühler brachte mit seinen Einsätzen immer wieder Ruhe ins Team und so konnte auch noch das 3:1 bejubelt werden. Matthias Lehmann hatte den Torhüter mit seinem Schuss überrascht. Riesenfreude im ganzen Team und Euphorie pur. Finale und intakte Chancen auf einen Sieg! „Hopp Obfälde!“

Wer wird der Gegner sein? Ausgerechnet Silowage Kappel hatte es ebenfalls geschafft. Der einzige Gegner den man nicht in die Knie zwingen konnte. Revanche war angesagt. Diesmal verzichtete man auf den Schluck aus der Flasche; der Sieg war das Ziel.
Das um 0:45 Uhr angepfiffene Finale, bot alles was das Herz begehrte. Angriffig und ohne Scheu vor dem Gegner wollte man die Partie an sich reissen. Doch dann konnte der Gegner sich mit zwei Pässen ungehindert durch unsere Zone spielen und erzielte das Führungstor. Hätte man zuvor nicht doch noch ein Bier…
Falsch. Denn nachdem man den Schock verdaut hatte, gelang ein tolles Tor zum Ausgleich. Die Führung musste her, hatte man nun doch plötzlich mehr Spielanteile als der Gegner. Aber nein, dieser traf ein zweites Mal. Erneut musste man einem Rückstand nachrennen. Die Reaktion kam blitzschnell: Praktisch im ersten Angriff nach dem Bully konnten auch wir unser zweites Tor bejubeln. „Hopp Obfälde!“ schrie auch unser Torhüter und man feuerte sich gegenseitig weiter an. Kaum die Hälfte der Partie war zu diesem Zeitpunkt gespielt. Die Partie wogte weiter hin und her, mit Chancen Hüben wie Drüben. Kampf und Krampf prägten die Partie und es wurde sich nichts geschenkt. Unter anderem flog ein Gegenspieler nach einem Zweikampf mit Patrick Geissbühler in eine Schranktür. Er hatte aber doch eine wenig theatralisch abgehoben…
Die Gemüter wieder beruhigt ging es weiter. Prompt fiel auch ein Tor. Diesmal auf unserer Seite. Riesenjubel! Dem Turniersieg nahe, wollte man den kleinen Vorsprung über die Zeit retten. Ein Fehler. Kurz vor Ablauf der Partie glich der Gegner tatsächlich aus. Und das nur wenige Sekunden vor dem Spielende.
Die Verlängerung musste her. Maximal zwei Minuten dauerte diese. Wer ein Tor erzielt, hat gewonnen.
Was folgte war der absolute Höhenpunkt eines tollen Abends. Nach dem Bullygewinn kam der Ball via zwei Stationen zu Patrick Geissbühler. Dieser machte eine kurze und flinke Drehung und traf mitten ins Kreuz! Was für ein Paukenschlag! Ein herrliches Tor! Jetzt gab es kein Halten mehr. Alle Spiel

er stürmten aufs Feld und bejubelten frenetisch den Sieg. Torhüter Cyrill Gerber freute sich sogar dermassen, dass er mit seiner Maske in der Hand Torschütze Patrick ungewollt eine volle Breitseite verpasste. Vom Schlag erholt erzählte Patrick später, dass der Schuss aus der Drehung sein Lieblingsschuss sei. „Der Torhüter hat keine Zeit zu reagieren“, so Patrick weiter.

Als Preis erhielten wir einen vom Volg zusammengestellten Essenskorb mit Teigwaren und den entsprechenden Saucen. Auch ein Siegerfoto durfte natürlich nicht fehlen (folgt später  siehe stvsins.ch ). Den Rest des Abends wurde an der Bar und in der Spaghetteria gefeiert und geplaudert. Auf den Sieg musste selbstverständlich angestossen werden.

Herzlichen Dank an das gesamte Team und an die Organisatoren! Wir durften einen super Abend verbringen. Unter anderem konnte sich jeder mindestens ein Tor oder einen Assist gutschreiben lassen.

Die Spielerliste:
– Cyrill Gerber (Torhüter)
– Martin Häberling
– Lukas Häberling
– Matthias Lehmann
– Manuel Bulliard
– Roger Vögtle
– Patrick Geissbühler
– Daniel Etterlin
– Davide Anderegg

„Hopp Obfälde!“