AZO Regionenmeisterschaften (24. Mai 2008)
27 Gestartete, 18 Auszeichnungen, 3 Sieger und im K4 alles Obfelderinnen auf dem Podest
Bildergalerie Rangliste [123 KB]
Endlich war er da: der neue Trainer! Erfolgreich und ganz in grün/schwarz konnten sich die Geräteturnerinnen und –turner an den diesjährigen Regionenmeisterschaften in Rüti präsentieren. Unsere sechs K1 Teilnehmer eröffneten den Wettkampf für uns in der Kategorie K1 am frühen Morgen. Die Nervosität war gross und die Regio war eine gute Gelegenheit das Erlernte einmal vor grösserem Publikum zu zeigen.
Für Nora Launer, Malin Aufiero, Sabrina Tscharner, Nina Frick und Lea Vollenweider war es der erste Wettkampf, Leandro Valerio durfte bereits zum zweiten Mal Wettkampfluft schnuppern. Am ersten Gerät, dem Sprung, mussten bereits erhebliche Abzüge in Kauf genommen werden. Nur Malin (8.20) und Leandro (8.45) erhielten eine Note über 8.00. Leandro turnte am Barren (8.90) seine beste Übung dieses Wettkampfes, doch sein Total von 33.70 reichte am Ende knapp nicht für eine Auszeichnung auf der offiziellen Rangliste. Bei den Turnerinnen hatte in der Rangliste Nora Launer die Nase vorn. Mit ihren 24.30 platzierte sie sich auf dem 35. Rang, dicht gefolgt von den weiteren Obfelderinnen. Der erste Wettkampf war sicherlich eine gute Erfahrung für Turner und Leiter, und gab klare Hinweise wo Verbesserungspotential besteht.
Danach folgte Gioia Stucker in der Kategorie K2. Der Sprung scheint ihr noch nicht zu behagen. Die Sprungrolle sieht zwar einfach aus, doch liegen die Schwierigkeiten im Detail. Stimmt das Timing nicht, erweist sich das Aufstehen als nicht einfach. Am Reck (8.30) turnte Gioia eine Übung ohne grobe Fehler, und am Boden (8.60) zeigte sie eine flüssige geturnte Übung. Gioia platzierte sich am Ende auf dem 19. Rang von 36 Gestarteten.
Im K3 platzierten sich alle Turnerinnen in den Top-10, und durften somit eine Auszeichnung mit nach Hause nehmen. Für den ersten Podestplatz an dieser AZO war Alexandra Kellenberger zuständig. Sie turnte einen ausgeglichenen Wettkampf und mit den persönlichen Höchstnoten am Boden und den Ringen (beide Male 9.10) reichte es für die Bronze-Medaille. Vera Friedrich (die letztjährige Siegerin im K2) hatte vor allem am Sprung Mühe, turnte jedoch an den Ringen (9.15) die Kategoriehöchstnote bei den Turnerinnen. Vera platzierte sich am Ende auf Rang 6, einen Zehntel vor Stefanie Bregenzer. Stefanie turnte ebenfalls einen ausgeglichenen Wettkampf. Leider gelang ihr der Sprung (8.20) nicht nach Wunsch. Mit ein bisschen mehr Höhe, wäre sogar ein Podestplatz möglich gewesen. Jessica Meier turnte zum ersten Mal ohne grossen Patzer, hatte am Ende 34.80 Punkte und platzierte sich auf dem tollen 9. Rang.
Bei den Jungs in dieser Kategorie zeigte vor allem David Dubach erneut eine tolle Leistung. Er ist ein Wettkampf-Typ und durfte erneut die Silbermedaille (gleich wie ein Jahr zuvor im K2) in Empfang nehmen; nur 0.15 Punkte hinter dem Sieger. Mit Nico Nussbaumer (8.) und Patrik Kellenberger (9.) konnten sich noch zwei weitere Obfelder eine Auszeichnung erturnen. Leider reichte es für Mauro Nussbaumer (10.) und Sandro Anneler (11.) nicht ganz. Sie platzierten sich ganz knapp hinter den auszeichnungsberechtigten Rängen.
Die Turnerinnen der Kategorie K4 waren für das Highlight der diesjährigen Regionenmeisterschaft aus unserer Sicht verantwortlich. Gold: Ilona Sennhauser, Silber: Corina Stutz und Bronze: Tanja Bleuler. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH FÜR DAS SUPER RESULTAT !
Ich kann Euch sagen, ein Podest voller Obfelder sieht wirklich super aus. In dieser Kategorie waren 31 Turnerinnen am Start. Am Ende waren die Abstände sehr gering, denn Ilona gewann mit der geringsten Differenz von 0.05 Punkten vor Corina, und auch Tanja erturnte sich den 3. Rang mit einem Zehntel Vorsprung auf die Vierte. Doch das war nicht alles: auf dem 5. Rang folgte Judith Breuer, und nicht weit dahinter, auf dem 7. Rang, platzierte sich Ramona Anneler. Interessant ist, dass die Turnerinnen diese super Platzierungen nicht durch Höchstnoten an den einzelnen Geräten realisierten, sondern vor allem durch Ausgewogenheit. Aber nicht nur: Ilona und Corina durften sich mit einer 9.05 die höchste Note an den Ringen aufschreiben lassen, und Ilona war zusätzlich noch die Beste am Sprung (8.70).
Bei den Turnern bestand das Teilnehmerfeld aus einer handvoll Turner (sechs an der Zahl) und machte wieder einmal klar, dass im AZO Gebiet der Nachwuchs fehlt. Somit musste zwingend ein Podestplatz erturnt werden, wollte man eine Auszeichnung mit nach Hause nehmen. Michael Hofstetter ist an den Ringen (8.15) gut gestartet, und auch am Sprung (8.55) ist ihm eine gute Leistung gelungen. Am Boden (8.65) realisierte Michael sogar die Höchstnote in dieser Kategorie, und wenn am Reck kein Missverständnis passiert wäre, hätte der Sieger wohl Michael Hofstetter geheissen. Doch eben mit „hätte“ und „wäre“ gewinnt man nicht. Michael hatte seine Übung im Stütz begonnen, erhielt 1.4 Punkte Abzug (Trainerhilfe, fehlendes Element) und musste sich am Reck somit eine 7.30 aufschreiben lassen. Am Ende blieb der undankbare 4. Rang, 0.6 Punkte hinter dem Sieger.
In der Kategorie K5 waren 13 Turner am Start, darunter auch der Sieger des Frühlingswettkampfes vor knapp einem Monat: Roman Niederhäuser. In den letzten Wochen wurden die Übungen erschwert, und das Motto für die diesjährige Regio war „no Risk, no Fun“! Am Startgerät Sprung konnten zwar die hohen Noten des Frühlingswettkampfes nicht mehr wiederholt werden, doch gelang Allen der Start optimal. Luca Launer und Armin Häberling erhielten eine 9.25, welche an diesem Gerät von den anderen Teilnehmern nicht mehr übertrumpft wurde. Yanik Meier zeigte wettkampfmässig zum ersten Mal einen Barani (höchste Schwierigkeitsstufe). Das Risiko wurde mit einer 9.00 belohnt. Reck war das nächste Gerät. Yanik turnte seine komplette neue Übung (Grätschunterschwung, Stemme rückwärts) ohne Halt und zum sicheren Stand. Die deutlich bessere Wertung von 8.85 war ein Motivationsschub für den Rest des Wettkampfes. Aber auch die anderen Turner konnten sich deutlich steigern oder ihre Leistungen bestätigen (8.50 Luca Launer, 8.90 Manuel Anneler). Sobald Severin Zimmermanns Bauchmuskulatur ausreichend kräftig ist, wird auch er eine Übung am hohen Reck turnen können. Dadurch wird sicherlich auch für ihn eine Wertung über 8.00 möglich sein. Roman erschwerte seine Übung am Reck mit einem Fleurie (Salto gestr.) als Abgang. Obwohl er noch einen Schritt nach vorn machen musste erhielt er eine 9.00 (Höchstnote am Reck). Auch am Boden turnte Roman erneut Überschlag vw. mit anschliessender Sprungrolle, und erhielt mit 9.25 ebenfalls die Höchstnote an diesem Gerät. An den Ringen wurde es nochmals spannend, wollten doch fast alle einen Salto gestr. als Abgang turnen. Leider gelang Luca Launer dies im Einturnen nicht optimal (fast Rückenlandung), und er musste auf die alte Übung umstellen. Dies schaffte zusätzliche Nervosität, und prompt gelang ihm die Übung nicht wunschgemäss. Doch Luca Kopf hoch: bis am 6. Juli wirst Du auch den Salto turnen können. Manuel, Yanik und Roman konnten den Salto hingegen wunschgemäss vorzeigen. Beim abschliessenden Barrenturnen pazerte Yanik bei der Laufkippe, was im sehr wahrscheinlich das Podest gekostet hat.
Auf jeden Fall durften wir wirklich tolle und erschwerte Übungen bewundern. Am Ende gewann im K5 Roman Niederhäuser mit Total 45.70 Punkten seinen zweiten Wettkampf in dieser Saison, und dies erneut mit einem grossen Vorsprung von 8 Zehntel. Die weiteren Rangierungen: 4. Armin Häberling, 5. Yanik Meier und 6. Manuel Anneler (nur 0.05 Punkte Rückstand auf Yanik). Leider blieben Luca Launer und Severin Zimmermann dieses Mal ohne Auszeichnungen.
Wer sich nun fragt wo denn die Turnerinnen der Kategorie K5 und K6 geblieben sind, muss ich auf einen späteren Bericht vertrösten. Diese standen nicht an der AZO im Einsatz, sondern am Kantonalen Gerätewettkampf, welcher zur gleichen Zeit im Utogrund stattfand und für die SM-Qualifikation zählt.


