OMO – Jubiläum 30 Jahre

Freitag 14. August 2015 im Lunnernfeld beim Hof von Paul Gut: Orange, blau und rotgekleidete Männer, teils ergraut oder schütterem Haar und durch Falten oder kleinem Bäuchlein gekennzeichnet dass sie nicht mehr ganz zur Jugend zählen können, versammeln sich und lassen sich durch Martin Baer in den bevorstehenden Spielabend einstimmen. Er erklärt ihnen, welche spielerischen Abenteuer sie in den nächsten zwei Stunden zu bestehen haben. Es ist wieder soweit, dass die Männerriegen aus Obfelden, Mettmenstetten und Ottenbach sich zu Sport, Spiel und Spass zusammenfinden und dieses Mal ist es der 30. Anlass dieser Art. OMO heisst dieser Plausch und es ist nur am Rande vermerkt, dass vor 30 Jahren eine Männerriege aus einer anderen Gemeinde für das M einstand – doch ist es schön, dass mit der Männerriege aus Mettmenstetten heute der OMO-Plausch mit der ursprünglichen Bezeichnung weitergeführt werden kann.

Zehn Posten sind organisiert worden. Die zwölf Gruppen zu viert werden mit dem Ziehen von Jasskarten nach dem Glücksprinzip zusammengestellt. Vier Asse gibt sich zum Beispiel eine dieser Gruppen gleich den Namen und ist es nun ein Zufall oder doch glückliche Fügung, dass es sich damit auch gleich um die spätere Siegergruppe handelt? Bis es jedoch soweit ist muss via einen 1-km-langen OL der Startplatz in der Kiesgrube gefunden werden. Auf dem Weg dorthin durch Dornen und Büsche werden dabei manche Beine schmerzend aufgekratzt.

Mit einem Unihockey-Parcours beginnt der Spielteil. Danach wird Technik eingesetzt denn mit Traktor und Rollenwinde ist eine Seilbahn aufgebaut worden. Die Teilnehmer müssen Wasser aus einem Weiher mit Kübeln über die Seile ziehen und am Ende eine Milchkanne füllen; sobald diese voll ist wird die Zeit gestoppt. Weiter zum nächsten Posten an dem mit Glück und Geschicklichkeit nach hölzernen Zahlenklötzen aus dem Weiher gefischt werden muss bis das Zusammenzählen aller Zahlen auf den gefangenen Klötzen die Summe 20 ergibt. Gleich daneben soll am Posten Fünf ein im Wasser schwimmender Pneu der mit einer Felge bestückt ist, versenkt werden. Dazu werden die umliegenden Steine benötigt und in den Reifen geworfen. Die schnellste Steinwerfergruppe bestimmt dabei den Sieg. Zurück auf dem Kiesplatz erwartet ein Motormäher die Plauschgruppe und jeder muss mit diesem Gerät einen Basketball durch einen Slalom-Parcours zwängen.

Wie bereits vor 30 Jahren beim ersten OMO soll dann beim nächsten Spiel ein Kieshaufen rennend bezwungen werden. Sind es die verflossenen Jahre die mithelfen, dass eine solche Gerölltour bei vielen bestandenen Männern butterweiche und flatternde Waden, bzw. Knie verursachen? Eine anstrengende Übung ist es auf jeden Fall.

Etwas körperliche Ruhe ist beim nächsten Plauschspiel eingebaut – dafür muss Kopfarbeit geleistet werden. Mit unterschiedlich grossen und kleinen Masskübeln soll ein Kessel mit Sand gefüllt werden bis zum Ziel von 50 Kg Gewicht. Leicht wird diese Aufgabe unterschätzt und viel zu viel Sand aufgefüllt. Erstaunlich ist, dass dann doch zwei Gruppen bis auf ca. zwei Kilo Genauigkeit die Sache erledigen können – andere sind nicht so exakt und haben sich bis auf 18 Kilo zuviel vertan. Abkühlung verspricht das nächste Spiel bei dem sogar ein Kantonswechsel stattfindet: Über die Lorze muss die Gruppe schwimmend mit Hilfe eines Pneu Schlauches gelangen, dort einen Ballon aufblasen bis er platzt und wieder zurück in den Wohnkanton durch das fliessende Wasser. Nur gut ist, dass danach zum letzten Posten angesetzt werden kann der aus einem Lauf zurück ins Lunnernfeld besteht. Nach Ankunft muss nur noch die Durchschnittsgeschwindigkeit aller Teilnehmer geraten werden bevor sich die Gruppe zum geselligen Zusammensein in der Scheune mit Männerrieglern, deren Frauen und Freundinnen und weiteren Gästen vereint. Zur Rangliste nur so viel, dass die vier Asse tatsächlich Sieger sind. Doch alle Teilnehmer gehören zu den Gewinnern, denn dieser lustige und herausfordernde Abend wird auch dank dem Geschenk eines blauen Badetuches mit der Bestickung ‚30 Jahre OMO‘ eine schöne und bleibende Erinnerung darstellen.

Christian Kägi